Bername + Höhe + Route:

Fußstein 3380m - Nordkante V

Anfahrt & Zustieg:

Brennerautobahn - St. Jodok - Valsertal - Gsth. Touristenrast
Vom Parkplatz ca 2,5km taleinwärts und in langen, weiten Serpentinen hinauf zur Geraer Hütte 2326m (2- 2,5h)
Weiter auf dem Normalweg Richtung Olperer. Am Gletscherbeginn (ca.2800) nach rechts über den Olpererferner an das linke Ende des markanten Bandes in der Fußstein Nordwand. An geeigneter Stelle über die Randspalte (40°, im Hochsommer heikel, Pickel und Steigeisen ratsam) und auf das Band, über dieses leicht nach rechts absteigen und um die Kante herum. Einstieg bei markantem Überhang (2h)

Aufstieg / Route:

Im markanten Risssystem (V-) gerade hinauf zu Stand. Leicht links im IV Grad auf den Pfeiler zu, sodann leicht rechtshaltend hinauf zum nächsten Stand. Über geniale, mit Rissen durchzogenen Reibungsplatten empor und nach rechts auf ein kleines Band, an dessen Ende bei auffälliger Rinne Stand. In 2 Seillängen durch die Rinne auf das große Schuttband. Oberhalb, etwas versteckt, Stand. 20m gerade hinauf dann Querung nach Rechts. Stand oberhalb des rötlichen Pfeilers. In 2 Sl links am mächtigen Überhang vorbei (V-) und auf Höhe der Dachkante Querung nach Rechts zu Stand. Weiter auf der sich zurücklegenden Kante (IV) zum Schluss über Schutt unschwierig zum Gipfel. 4-5h

Abfahrt & Abstieg:

Entweder vom Gipfel in die Scharte im S- Grat und von ihr durch die Rinne hinab bis sie sich teilt. In der rechten Rinne weiter und links der auffallenden Schlucht hinab (Abstieg markiert) oder über die von der Bergrettung eingerichtete Abseilpiste (ACHTUNG: 60m Halbseil) in der Nordwand hinab auf den Olpererferner und zurück auf die Geraer Hütte.

Für den von uns gewählten Abstieg ins Zillertal durch die Ostrinne vom Gipfel ca. 20m dem Nordgrat Richtung Olperer folgen, dann nach rechts zurück in die Ostflanke bis man die Rinne die ins Unterschrammachkar zieht erreicht. Durch sie hinab,  und über Firnfelder ins Kar. Links des Baches hinab bis man auf den Wanderweg von der Olpererhütte trifft. Über diesen in schöner Umgebung zum Schlegeisspeicher absteigen.

Topobild:
2 Bilder
Fazit:
Schöne Plattenkletterei auf einen fast 3400m hohen Gipfel, an dessen kalter Nordkante sich schon mancher Alpinist die Zehen in den Kletterschuhen erfroren hat. 1600hm Zustieg - 450hm Wandhöhe Für den Zustieg Steigeisen und Pickel von Vorteil.(evtl vorher beim Hüttenwirt nachfragen) Route lässt sich gut mit Cam´s (0,5 - 3) absichern, Hammer und Haken sollten jedoch dabei sein. Für die Abseilpiste 60m Halbseil notwendig.
Datum Tour:
29.06.2008